Lehrgang mit Shimizu Kenta Sensei vom 10.03.-12.03.2026
Diesmal keine acht, sondern ziemlich genau ein Jahr nach dem letzten Hamburger Lehrgang mit Shimizu Kenta Sensei fanden wir uns wieder zahlreich auf der Matte ein. Obwohl der Lehrgang diesmal nicht am Wochenende, sondern mitten in der Woche stattfand folgten mehr als 60 Teilnehmer der Einladung, darunter Gäste aus Mexico, Dänemark und den Niederlanden. Auch Kenta war nicht allein aus Japan angereist, sondern wurde von einer Schülerin begleitet.
Durch den großen Einsatz von Mathias und dem Organisationsteam des Seishinkans, sowie durch die gesammelten Erfahrungen des vergangenen Jahres lief alles wie am Schnürchen. Alle wurden freundlich begrüßt, eingewiesen und dann ging es auch schon los.
Nach kurzem selbstständigem Aufwärmen und dem gemeinsamen Angrüßen bat Kenta alle Anwesenden besondere Vorsicht walten zu lassen und immer fokussiert zu sein, um Unfälle auf Grund der beengten Trainingsfläche zu vermeiden.
Der Schwerpunkt des Lehrgangs lag erneut auf einer kreisförmigen Bewegung, die kraftvoll und doch kontrolliert ausgeführt werden sollte.
Nach anfänglicher Unruhe und einigen Minuten, die es brauchte sich den ungewohnten Bedingungen anzupassen, entstand schnell eine konzentrierte, Energie geladene Stimmung. Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum nahmen schnell zu.
Kenta ließ überwiegend in 3er Gruppen trainieren, so dass zum einen etwas Bewegungsspielraum gewonnen wurde und zum anderen zwischendurch immer die Gelegenheit war, die anderen Übungen zu beobachten und so Einzelheiten wahrzunehmen, die einem während des eigenen Übens vielleicht entgehen.
Am Mittwoch startete das Training bereits 10 Minuten früher. Diesmal gab es keine anfängliche Unruhe. Das Thema des Vortages wurde nahtlos fortgesetzt. Wieder legte Kenta den Fokus auf die fließenden, runden Bewegungen und auf die Konzentration auf jede Einzelheit einer Technik. Er wies auf eine gute Start- und Endposition hin und gab Hinweise zum richtigen Abstand. Auch an diesem Tag übten wir überwiegend in 3er Gruppen. Die Zeit verging wie im Flug und schon war die Einheit vorbei.
Im Anschluss machte sich erneut die gute Organisation bezahlt. Alle Teilnehmer schafften es vergleichsweise schnell durch die kleinen Umkleidekabinen und konnten dann zeitnah die vorab georderten Pizzen verzehren. Obgleich es ein Abend an einem Werktag war, nahmen viele an dem Essen teil. Wie so oft bei ähnlichen Gelegenheiten herrschte eine gemütliche, fast familiäre Atmosphäre und alle unterhielten sich entspannt miteinander.
Das letzte Training begann dann noch früher als an den Vortagen, da alle Teilnehmer schon vorzeitig erwartungsfroh auf der Matte Platz genommen hatten.
Kenta wies darauf hin, dass ein letztes Training immer besonders und das vielleicht wichtigste Training eines Lehrgangs sei. Er bat noch einmal darum, besondere Aufmerksamkeit auf das Training und die Ausführung der Techniken zu lenken.
Auch an diesem Tag waren die Teilnehmer wieder mit vollem Einsatz dabei und bemühten sich die vorgeführten Techniken korrekt, fließend und energisch auszuführen. Die Stimmung war durchweg positiv. Alle begegneten sich respektvoll und nahmen Rücksicht. So kam es trotz der Enge auf der Matte auch zu keinen Unfällen und alle konnten den Lehrgang genießen und etwas für sich mitnehmen. Gerade dieser Umgang miteinander ist etwas, dass ich am Tendoryu Aikido besonders schätze und was es für mich schon seit so langer Zeit zu etwas ganz Besonderem macht. Egal, wo man auf der Matte zusammenkommt, findet man Gleichgesinnte und kann als Gemeinschaft zusammen trainieren.
Viel zu schnell war die Zeit um und der Lehrgang endete mit warmen Worten und einigen Graduierungen. Unter anderem wurde auch Sebastian aus unserer Gruppe zum Nidan graduiert. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch!
Der Lehrgang hat bei mir einen positiven Eindruck hinterlassen und ich freue mich schon auf den nächsten.
Inga Knickrehm

